Konferenz «Literalität erfassen: Individuell, kulturell, bildungspolitisch»

21.–26. August 2011 im Centro Stefano Franscini auf dem Monte Verità / Ascona (Südschweiz)

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Programm der Tagung

Das detaillierte Programm der Tagung steht ab sofort als Word-Dokument zur Verfügung:

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Organisation:

  • Prof. Dr. Andrea Bertschi-Kaufmann (Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz)
  • Prof. Dr. Cornelia Rosebrock (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Beratung:

  • Prof. Dr. Petra Stanat (Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen der Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Prof. Dr. Brian Street (King's College London)

Literalität ist das zentrale Medium der Kommunikation und Selbstverständigung moderner Gesellschaften. Die individuelle Entwicklung der notwendigen Fähigkeiten dafür ist sozial eingebunden. Zugleich sind Lesen und Schreiben im kulturellen Maßstab dem historischen Wandel unterworfen und bestimmen seine Richtung mit. Akute Forschungsdesiderate bestehen im Hinblick auf die Erfassung von Literalität und hier insbesondere auf den Austausch zwischen den verschiedenen disziplinären Perspektiven, die sich in einschlägigen Arbeiten herausgebildet haben: die empirische Bildungsforschung, ethnographische Verfahren zur Beschreibung literaler Praktiken und Interventionsstudien im Bildungskontext.

Die Konferenz strukturiert die methodologische Diskussion entlang dreier thematischer Ausrichtungen:

  1. Das Individuum bzw. die Erfassung von Literalität im Lebenslauf (Literale Sozialisation)
  2. Literalität als gesellschaftlichen Zustand bzw. als Variationen von Zuständen einschliesslich ihrer Veränderungen (Literalität als kulturelle Praxis)
  3. Vermittlungs- und Erwerbsprozesse und Ergebnisse (Literalität als Bildungsaufgabe im Rahmen schulischer Interventionen).

Auf dieser Grundlage sollen Perspektiven für erweiterte Forschungsnetzwerke erörtert und erste Schritte zu Forschungskooperationen geplant werden. Nachwuchsforschende werden mit ihren Qualifikationsarbeiten in die Diskussion über weitere Forschungsperspektiven einbezogen.

Die Tagung richtet sich an Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Leseforschung, der Schreibforschung, der empirischen Bildungsforschung, der ethnographischen Literalitätsforschung sowie an Nachwuchsforschende, Fachleute aus der Bildungsadministration und weitere interessierte Kreise.